Gemeindezentren veröden
Der Trend der letzten Jahre zeigt eine Abwanderung von BewohnerInnen und vom Einzelhandel aus dem innerstädtischen Bereich an den Ortsrand. Die Suburbanisierung vollzieht sich sozial selektiv, d.h., dass vor allem junge, gebildete und mobile Menschen wandern ab. Der sich daraus ergebenden Negativspirale können folgende Faktoren entgegenwirken: strengere Flächenwidmungsplanung, Sonderregelungen zur Stärkung des Ortskernes, Fokussierung der Wohnbauförderung auf zentrale Lagen, Sanierung und nutzungsdurchmischte Projekte.

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Leerstandsktaster im Sinne der Re-Use Strategie
08.05.2014, 13:12
Beitrag: #1
Erleichterung für Neu- und Umnutzung von bestehenden Gebäuden
(08.05.2014 12:23)Mag. Rainer Rosegger schrieb:  Grundlegend für eine konzentrierte Entwicklung zurück in die Zentren ist eine gute Informationsbasis. Wir brauchen einen Überblick, welche Flächen leer stehen bzw. brach liegen.

Über ein gut gewartetes Leerstandskataster bekommen wir die Möglichkeit Angebote und NachfragerInnen zusammenzuführen. Am Beispiel Eisenerz zeigt sich, dass Rückbau und Konzentration auf das Ortszentrum neue Energien freisetzen. Durch das Zusammenrücken werden neue Impulse gesetzt.

Im Sinne allgemeiner Re-Use Strategien wäre es sinnvoll in der Zukunft einen Leerstandskataster über das ganze Land zu erstellen.

Vor dem Hintergrund der Zersiedelung des ländlichen Raums, mit all seinen Symptomen und Folgewirkungen, wie Supermärkte auf der grünen Wiese mit der Notwendigkeit eines motorisierten Verkehrs und der Folgewirkung von zunehmenden Leerständen in den Ortskernen soll der historische Baubestand im ländlichen Raum über die Re-Use Strategie nachhaltig erhalten, verbessert und belebt werden. Damit werden Negativspiralen der Ausdünnung historisch gewachsener Ortszentren durchbrochen und neues Leben mit einer höheren sozialen Dichte innerhalb der vorhandenen baulichen Dichte geschaffen. Eine aktive Revitalisierung ist die wesentliche Vorraussetzung für die Erhaltung historischer Bausubstanz. Aktiv im Sinne von „Wiederbelebung“.

Die Nutzung eines Leerstandes bedeutet die Auseinandersetzung mit bestehender Bausubstanz und bestehenden Eigentumsverhältnissen und Nutzungen. Aufgrund der Innenstadtentleerungsproblematik sollte ein Umdenken stattfinden. Wünschenswert wären Maßnahmen, die einen Eingriff in den Bestand ermöglichen und so eine Neu-/Umnutzung von leerstehenden Gebäuden erleichtern. Ansatzpunkt könnte dabei die Einhebung erhöhter Nutzungsgebühren für den Anschluss an Ver- und Entsorgungsinfrastruktur bei leerstehenden Gebäuden sein. Durch Mehrkosten sind die Eigentümer eher zur Nutzung bzw. zum Verkauf bereit
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08.05.2014, 12:23
Beitrag: #2
Leerstandsktaster im Sinne der Re-Use Strategie
Grundlegend für eine konzentrierte Entwicklung zurück in die Zentren ist eine gute Informationsbasis. Wir brauchen einen Überblick, welche Flächen leer stehen bzw. brach liegen.

Über ein gut gewartetes Leerstandskataster bekommen wir die Möglichkeit Angebote und NachfragerInnen zusammenzuführen. Am Beispiel Eisenerz zeigt sich, dass Rückbau und Konzentration auf das Ortszentrum neue Energien freisetzen. Durch das Zusammenrücken werden neue Impulse gesetzt.

Im Sinne allgemeiner Re-Use Strategien wäre es sinnvoll in der Zukunft einen Leerstandskataster über das ganze Land zu erstellen.

Vor dem Hintergrund der Zersiedelung des ländlichen Raums, mit all seinen Symptomen und Folgewirkungen, wie Supermärkte auf der grünen Wiese mit der Notwendigkeit eines motorisierten Verkehrs und der Folgewirkung von zunehmenden Leerständen in den Ortskernen soll der historische Baubestand im ländlichen Raum über die Re-Use Strategie nachhaltig erhalten, verbessert und belebt werden. Damit werden Negativspiralen der Ausdünnung historisch gewachsener Ortszentren durchbrochen und neues Leben mit einer höheren sozialen Dichte innerhalb der vorhandenen baulichen Dichte geschaffen. Eine aktive Revitalisierung ist die wesentliche Vorraussetzung für die Erhaltung historischer Bausubstanz. Aktiv im Sinne von „Wiederbelebung“.
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