Ortsbild- und Landschaftsbildschutz
Das Siedlungsbild und die Landschaft sind als kultureller die Wohn- und Lebensqualität bestimmende Faktoren zu sehen. Sie weisen einen bestimmten touristischen (Standortfaktoren) und wirtschaftlichen Wert auf, den es über die Regulierung der baulichen Entwicklung zu schützen und zu stärken gilt. Eine konsequente Umsetzung der bestehenden Baugesetze, die Koordination zwischen Bau-, Raumordnungs- und Ortsbildgesetz als auch die Initiierung von Gestaltungsbeiräten in beratender Funktion sind mögliche Lösungsansätze.

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Bürgermeister im Interessenkonflikt–Brauchen Bau-&Raumordnung andere Ansprechpartner?
08.05.2014, 13:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.05.2014 13:46 von Dipl. Ing. Thomas Proksch.)
Beitrag: #1
Örtl. Raumordnungskompetenz auf regionaler Ebene
Wirtschaftswunderjahre ein eigenes Auto und das Häuschen im Grünen. Der Siegeszug des privaten PKWs überrollte auch die Kommunalpolitik; im Buhlen um Bewohner und Steuereinnahmen wurde verschwenderisch Flächenverbrauch in Kauf genommen; „Flächenverbrauch“ war der Preis der Gemeindefinanzierung.

Aufgrund der daraus resultierenden Zersiedelung müsste man hinterfragen, ob die Raumordnungskompetenz der Gemeinden der richtige Weg ist. Dass die Kompetenz der Gemeinden auf regionale Ebene gehoben wird, wäre sicher sinnvoll.

Best-Practice-Beispiel SPANIEN: Die örtlichen Raumordnungskompetenzen wurde in Reaktion auf das Platzen der Immobilienblase in hohem Maß auf regionale Ebene verschoben. Diese restriktive Vorgehensweise gilt als EU-Vorzeige-Beispiel in der Praxis.

Sollte sich sowohl hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen als auch bei der Umsetzung dieser Praxis nichts ändern, bleiben etwa Landesraumordnungsprogramme, regionale Raumordnungsprogramme und ihre Vorgaben meist klischeehaft. Es bleiben leere Ziele, die schlussendlich in der Raumordnungspraxis der Gemeinden in der Realität selten ankommen.
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14.04.2014, 10:00
Beitrag: #2
RE: Bürgermeister im Interessenkonflikt–Brauchen Bau-&Raumordnung andere Ansprechp...
(28.03.2014 13:49)Arch. DI Norbert Frei schrieb:  Bürgermeister müssen „entlastet und geschützt“ werden.

Das kann recht gut gelingen, wenn diese das auch wollen und jene entsprechenden Instrumentarien einsetzen, die es an manchen Orten schon lange gibt: „Ortsbild“ und „Ortsbildschutz“ heißen die anzuwendenden Zauberwörter.

Das Ortsbild und dessen Schutz sind die Grundlagen für qualitätsvolles Bauen in gewachsenen Strukturen und für lebenswerte und so auch lebendige Orte. Der Ortsbildschutz ist in Verbindung mit regionalen Bauberatungen zu sehen, die über unsere Ortszentren hinaus unsere Straßen-, Orts- und Landschaftsbilder behandeln.

Seit Jahren gibt es diese Bauberatungen in Form von Gestaltungsbeiräten. In meist mühevoller Kleinarbeit arbeiten sie erfolgreich am Prozess der Bewusstseinsbildung: Wie erhält man über kurzlebige wirtschaftliche und oft auch ebensolche eigene Interessen hinaus Altes? Wie kann qualitätsvolles Neues hinzugefügt werden? Mit dem Ziel dem jeweiligen regionalen Charakter zu entsprechen und so auch dem Straßen-, Orts- und Landschaftsbild gerecht zu werden.

Eine Entlastung der Bürgermeister über eine Verlagerung der Kompetenzen im Bereich Bau- und Raumordnung auf höhere Verwaltungsebenen kann gelingen. Es braucht aber eine geschlossene Vorgehensweise über alle Orte und Bezirke hinweg, landesweit.
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28.03.2014, 13:49
Beitrag: #3
Bürgermeister im Interessenkonflikt–Brauchen Bau-&Raumordnung andere Ansprechpartner?
Bürgermeister müssen „entlastet und geschützt“ werden.

Das kann recht gut gelingen, wenn diese das auch wollen und jene entsprechenden Instrumentarien einsetzen, die es an manchen Orten schon lange gibt: „Ortsbild“ und „Ortsbildschutz“ heißen die anzuwendenden Zauberwörter.

Das Ortsbild und dessen Schutz sind die Grundlagen für qualitätsvolles Bauen in gewachsenen Strukturen und für lebenswerte und so auch lebendige Orte. Der Ortsbildschutz ist in Verbindung mit regionalen Bauberatungen zu sehen, die über unsere Ortszentren hinaus unsere Straßen-, Orts- und Landschaftsbilder behandeln.

Seit Jahren gibt es diese Bauberatungen in Form von Gestaltungsbeiräten. In meist mühevoller Kleinarbeit arbeiten sie erfolgreich am Prozess der Bewusstseinsbildung: Wie erhält man über kurzlebige wirtschaftliche und oft auch ebensolche eigene Interessen hinaus Altes? Wie kann qualitätsvolles Neues hinzugefügt werden? Mit dem Ziel dem jeweiligen regionalen Charakter zu entsprechen und so auch dem Straßen-, Orts- und Landschaftsbild gerecht zu werden.
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